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- D -


d' Aposchtla tjent chegju: donnern; auch: der Petrus tüot chegju.

d' Sicht: Sehschärfe

daa: dort; daa ab: dort unten; daa dar: dorthin; da dirr: dort hinüber; da druber: darüber; daa ambricha: da herunter; daa ambrüüf: da hinauf; daa uber: dort drüben, daa üss: dort hinaus; daana: drüben

daabliibu: dort bleiben; zur Strafe nach der Schule im Schulzimmer bleiben

Daacho; auch: Taacho: Docht für eine Laterne oder Gaslampe

daalaa: zurücklassen; schii heynt d'Aruschtig daaglaa: Sie haben die Werkzeuge dort gelassen.

Daamurüüsch: ein leichter Rausch

daana: auf der anderen Seite; daana uber: auf der gegenüberliegenden Seite; aber auch: in der Ewigkeit: Är ischt schoo daana uber.

Daappo: Vorderpfote eines Tieres

Dääri: ein dünner Mensch

Daaro: Darm; Mehrzahl: Daarma

dadermitt: dadurch; dadermitt heschtmi beesche gmacht: Dadurch hast du mich erzürnt.

Däffer: a mords Däffer: ein molliges Kind

Däfferna: ein dickes Kind

däggu und täggu: ticken; d' Üür tüot däggu. Auch eine Kuhglocke, die leicht anschlägt, tüot däggu.

daha: von daher (örtlich); chumm daha z' mjer: Komm her zu mir!

Däich: Dank; däichu: danken

damm: dumpf; damm hüoschtu: tief und heiser husten

Dammer: im Ausdruck: wje nas Dammer: eine durch Krankheit aufgeschwollene oder aufgeblähte Körperstelle

Dämpe machu: Mühe machen; das machot mjer no hiitu Dämpe: Das macht mir heute noch Mühe.

Dänder: im Ausdruck: är het an änds Dänder druf: Er erledigt etwas in Eile.

danuva: davon; Redensweise: Danuva het njemu eppis: Davon hat niemand etwas.

dara: daran. Äs liggot dara: Es liegt daran.

darfer: dazu, dafür; äs ischt darfer daa: Es ist dafür da.

därffu: dürfen; Gegenwart;: ich därffu, dü därffoscht, är därffot; wjer därffe, jer därffet, schii därffunt; Möglichkeitsform der Gegenwart: ich därffe usw: - Möglichkeitsform des Praeteritums: ich därfti usw: Mittelwort der Vergangenheit: därffu

dargsatzte, dargsatzti, dargsatzts: angewiesen, abhängig; ich bi nimme dargsatzte: Ich bin nicht mehr darauf angewiesen; da bini dargsatzti gsi: Da war ich (weiblich) auf mich selbst angewiesen.

darhä: herhalten, hinhalten; der Chopf darhä: den Kopf herhalten

darkiiju: hinwerfen; tüo di Tregi darkiiju: Werfe die Last auf den Boden!

darmig: damit; darmig häni (habe ich) ggarächnot: Damit habe ich gerechnet.

darschlaa: überlassen; är hetmer (hat mir) schiini Matta dargschlagu.

darschtellu: im Ausdruck: är schtellot eppis dar: Er ist eine imposante Persönlichkeit.

darzüo: im Ausdruck: wenns de darzüo chunt, willter de hälfu: wenn es so weit kommt, werde ich dir dann helfen.

das chaischter ibildu: Das glaube ich dir nicht.

das treyt schi nit der wäärt: Das lohnt sich nicht.

dasch gschwiss: das ist so!

Dasigi: Leute von dort; Hjesigi: Leute von hier

Dätsch: Flecken, Stelle; dü bischt immer ufum gliichu Dätsch: Du bist immer auf der gleichen Stelle. Meyggerdätsch: Ortsname im Nanztal; aber auch: ich gibunter jetz de a Dätsch: Ich gebe dir jetzt dann einen Klaps.

de: dann; we: wann?

de: dann. Mit diesem de wird die Zukunft ausgedrückt: Ich chumu de: Ich werde kommen; aber auch: ich chumu mooru: Ich werde morgen kommen.

Dechchi: Bettdecke; Mehrzahl: Dechchine

deechtige, deechtigi, deechtigs: wichtig, aufgeblasen; a deechtigi Froww

Deelgjoge; auch: Teelgjoge: Raupen (Prozessionsspinner). Manchmal wurden sie zu einer regelrechten Plage und haben wie die Heuschrecken das Heu gefressen.

deheymu: daheim

Dekkill: Deckel; dekku: decken; Bodubidekki: sobald der Boden des Geschirres bedeckt war rief man beim Pflücken der Kirschen einander zu: Ich hä schoo Bodubidekki; Redensart: Är het der Dekkill druf gitaa: Er hat es am besten gemacht.

delikaat: fein; as delikaats Ässu; französisch: délicat

demmu und demm: dem, demm wilis de säge: Dem werde ich es sagen.

demmunaa: danach; läb demmunaa: Lebe danach! (dann geht's dir gut).

dene: denen, ihnen; dene siiwer bigäggnet: Denen sind wir begegnet.

denu: den; althochdeutsch: denan

der Cheer machu: sich bessern. Redensart: Ich hä im Hüüs der Cheer gmacht: Ich habe im Hause alles aufgeräumt.

der diri: drinnen im Vispertal; der dirüüs: ausserhalb vom Wallis; der dirab: gegen Sitten zu; der dirnider: den Abhang hinunter; der dirambri: einen ganz steilen Abhang hinunter; der diruber löüfu: über einen ebenen Weg gehen; der dirambrüüf löüfu: einen Weg gehen, der nach oben führt.

der eero: der frühere. Ich bi der eero gsi: Ich war früher da.

der Eewigo: im Ausdruck: schii het der Eewigo: wenn z.B. sich eine Schraube ständig drehen lässt, de hetsch der Eewigo.

der falsch Finger verbinnu: Ich hä der falsch Finger verbunnu: Ich habe das Falsche gewählt.

der Ggöüggoll triibu: sich austoben

der Läänzo zje: nicht gut bei jemanden ankommen. Ich hä der Läänzo gizogu.

der Läkkmeramarsch: ich hä der Läkkmeramarsch: Ich habe keine Kraft.

der löüffund Jud: ein Mensch ohne Rast und Ruhe

der Magro und der Feysto: eine Pilzkrankheit auf den Wiesen. Diese Krankheit geht in gebogener Form durch die Wiesen, neben fettem Gras (Feysto) bildet sich ein Band ohne Gras (Magro).

der Verleyder oder der Morelli hä: keine Lust mehr haben

der Weycho üsheychu: kraftlos sein, keine Lust zum Arbeiten haben

derasant: durcheinander; är bringt alls derasant: Er bringt alles durcheinander.

derfirr sii: im Ausdruck: Är cha nit derfirr sii: Er leidet unter einem Zwang; ich cha nit derfirr: Ich kann nichts dafür.

dergägu: dagegen; är ischt dergägu: Er ist dagegen.

dergattig: derartig

dergliichu tüo: tun als ob; tüo do nit asoo dergliichu: Tu doch nicht so scheinheilig; aber: är tüot nit dergliichu: Er lässt sich nichts anmerken.

derhinner sii: är ischt züo derhinner: er arbeitet ständig; daa ischt nix derhinner: Da ist nichts dahinter.

derlüüno: im Ausdruck: schii ischt hiitu güot derlüüno: Sie hat heute gute Laune

dermaalu brüüchi niit z' gaa: Im Augenblick brauche ich nicht zu gehen.

dernaa: nachher; dernaa ischt är öü cho: Nachher kam er auch.

dernäbund: daneben; schii het ds Wasser dernäbund gschittot: Sie hat das Wasser daneben gegossen.

dero: solche; dero gits a Hüüfo: Solche gibt es viele.

deruwägg und derawägg: derart, so; deruwägg müoscht nit cho! So musst du nicht reden!

derva: davon. Va demm hescht nix derva: Von dem hast du nichts.

derwäärt tüo: im Ausdruck: äs tüotschi nit derwäärt: Es lohnt sich nicht.

derwägo: unterwegs; sumi Frowwe tjent derwägo lismu: Manche Frauen stricken unterwegs.

derwider: dagegen; ich bi derwider: Ich bin dagegen.

derwiil hä; Zeit haben; ich hä hiitu nit derwiil: Ich habe heute keine Zeit.

derziit hä: Zeit haben; ich hä hiitu nit derziit: Ich habe heute keine Zeit.

derzüo cho: zufällig einem Ereignis begegnen; ich bi grad derzüo cho, wennder mit dum Auto üssgfaaru ischt: Ich war nahe dabei, als er mit dem Auto von der Stasse abkam.

derzüo mägu: etwas erreichen können: Ich mag nit derzüo: Ich kann es nicht erreichen.

derzwischschunt und anzwischschunt: dazwischen; wenn nix derzwischschunt chunt: Wenn nichts dazwischen kommt.

des maalsch: jenes Mal, an jenem Tag, als; des maalsch bini öü derbii gsi: Als das passierte, war ich auch dabei.

deschschi Vatter: dessen Vater

deschschi: solches; deschschi hewwer mee: Solches haben wir mehr.

deschschitwillu: är hetsus deschschitwillu gmacht: Er hat es deswegen gemacht.

deschwärt: dieser Ausdruck wird gebraucht, um etwas abzuschwächen: äs tüot mer nimme deschwärt wee: Es tut mir nicht mehr so weh.

deychu: denken. Redensart: Chänder abu deychu: Stellt euch das vor!

deymerlu: schwach regnen; äs faat a deymerlu: Es fängt an leicht zu regnen.

di Bell: Fällt das Kartenspiel unentschieden aus dann wird ein zusätzliches Spiel gemacht, das man di Bell nennt.

Didlini: hölzerne Unterteilungen in einem Stall

didlinu und: tirlinu: ohne Ruhe und Rast hin und her gehen

dids: das; dids geyt nit: Das geht nicht; dids Maal: dieses Maal

difissiil: schii ischt a Difissiili: sie ist eine heikle Frau; französisch: difficile

Digini und Tigini: frisch ausgeschlüpfte Hühner

Diichje und Diichja: hölzerne Röhren für die Leitungen von Trinkwasser

diichu und tiichu: liebevoll mit den Händen streicheln

diitli: deutlich. Redensart: Sollters no diitlicher säge: Soll ich es dir noch deutlicher sagen?

dikke Wirjoler: ein fester Mann

dikke: dicker werden; indikke: durch die Wirkung des Labs wird die Milch steif, schii tüot indikke. Wenn der Himmel langsam bewölkt wird, de tüots öü indikke.

Dikki: Fettleibigkeit; weli Dikki!

Dili: der Fussboden aus Holzbalken; Mehrzahl: Diline

Dingillti: kleine Sache. Redensart: Nit ds mindschtoscht Dingillti: Nicht das Geringste.

Dings wisch!: Gang mer us dum Wäg!: Geh mir aus dem Wege! Dieser Ausdruck kommt vom Marfolschpill.

dingu: anheuern; ich häno fer ds Hewwu gidungu: Ich habe ihn für die Heuernte angestellt.

dinne, dinni, dinns: dünn, zart; a dinni Froww

Dinni: a Dinni nennt man die Flüssigkeit, die aus einer reifen Geschwulst herausfliesst.

Dirlöüf: Durchfall; hiitu häni der Dirlöüf: Heute habe ich Durchfall.

dirre: dürr werden

dirrggu: zu viel und zu streng arbeiten; as Dirrggi: ein sehr guter Arbeiter

Dischbüüt: Streit

dische, dischi, dits: dieser, diese, dieses; iische, iischi, iis: unser; iischi: unsere: iische Vatter; iischi Vätter; iischi Müotter; iis Meytji

dischera an Techter: eine Tochter dieser Frau; dischero sind numu drii da: von dieser Sorte sind nur noch drei da.

dischill: eyne z' dischill schlaa: einen bewusstlos schlagen

dischinjeru: zwischen den Mahlzeiten ständig etwas essen

Dischpüüt: Streit; schii heynt an äns Dischpüüt kkäbet: Sie hatten einen ganz grossen Streit.

Dischtill: Distel; Mehrzahl: Dischtja; Gidischtill: Ortsname

dischum, discher, dischum: diesem, dieser, diesem: das kkeert discher Froww: das gehört dieser Frau; das kkeert dischera: das gehört dieser (Frau).

ditsmaal: dieses Mal; ditsmaal lääwers la sii: Dieses Mal lassen wir es sein.

Djeb: Dieb; Mehrzahl: Djeba; Djebowaldje: Ortsname (der Wald des Diebes), das althochdeutsche o im Wesfall ist noch erhalten geblieben.

Djebowält: böse Welt. Redensart: Äs ischt a Djebowält.

djegslu: erledigen, vollenden; das tjewer de schoo djegslu: Das werden wir schon schaffen.

djenu: passen; das djentmer güot: Das passt mir gut; aber auch: als Dienstmädchen arbeiten: Schii het lengi Jaar gidjent.

djer: dir; mjer: mir, immu: ihm; iisch: uns; eww: euch; ine: ihnen.

Djetrich: ein Schlüssel, mit dem man alle Türen öffnen kann.

Dnäbbjer old Himpjer: hinkender mann; dnäbbju: hinken

Dniid: Neid; dniidisch: neidisch; är ischt a niidische Piffill.

dnjeger hä und gnjeger hä: mehr als genug haben

do: doch; är ischt do no cho: Er ist doch noch gekommen.

dodig; dodigs Holz: Holz das grau und faul ist.

doge und toge: gebeugt gehen, einen Buckel haben

Doggumeysler: ein Mensch, der immer den Beleidigten spielt und den Kopf macht.

dokktru: den Arzt besuchen; ich tüo züo dokktru: Ich muss ständig zum Arzt.

dole: dulden, gestatten; althochdeutsch: dolen. Redensart: Das chani nit dole: Das kann ich nicht dulden. Aber auch: Äs hetmi da nit gidolet: Ich hielt es dort nicht mehr aus.

donnru: donnern; Sprichwort: Ds Aamat kkeerot gääru donru: Das Emd hört gerne donnern.

Doorf: Dorf; Deerfji: Dörfchen

doorfu: unterwegs miteinander plaudern

Dooro: Dorn; Doorna üs-schrekku: Dornen ausreissen; as Wäschggi hetmi gidoornot: eine Wespe hat mich gestochen.

Dorola: Tausendfüssler

dorre: dürr werden; ds Heww tüot hiitu schee dorre: Das Heu wird heute gut dürr. Ds Heww ischt schee dirrs: Das Heu ist gut getrocknet.

dra cho: an der Reihe sein; ich chumu jetz de dra: Jetzt bin ich an der Reihe.

dra nä: Geheimnisse entlocken; wjer heyno dra gnu.

dra schtoossu: in Erinnerung rufen; ich will mi jetz dra schtoossu das und das nje me z' vergässu.

dra sii: an der Reihe sein; aber auch: ich bi immer dra: Ich bin immer an der Arbeit.

dra: daran; hert dra: nahe bei; är woonet hert dra bi der Chilchu: Er wohnt ganz nahe bei der Kirche.

drab: ab, herunter, deswegen: drab saagu: absägen; düü bischt ufum Böüm, chumm jetz drab! Du bist auf dem Baum, komm jetzt herunter; är ischt drab beesche cho: Er ist deswegen böse geworden.

drabliibu: weiterarbeiten; bliib jetz dra und löüf nit züo afort.

drabtüo: vermindern, ernten; ab dum Hüüfo drabtüo: den Haufen vermindern; di Bire drabtüo: die Birnen ernten.

drangaa: aufbrauchen, verenden; der ganz Chees ischt schi drangangu: Aller Käse wurde aufgebraucht; iischi Geyss ischt drangangu: Unsere Ziege ist verendet. Da gäänt a Hüüfo Schteyna dra: Da braucht es viele Steine.

dräissju und gaa: langsam einen weiten Weg gehen

Dräkk: Dreck: Bei Regenwetter waren früher die Wege im Dorf sehr aufgeweicht, ds Doorf ischt a baare Dräkk gsi. Eine Terbinerin sagte einmal: Wenn ich von hier weg müsste, noch vam Dräkk hätti lengi Ziit (Heimweh). Redensart: Är ischt a bare Dräkk: Er ist ganz schmutzig.

dralaa: heranlassen: laami neecher dra: Lass mich näher heran; aber: a Schuppo Chrjese heyntsch dranglaa: Viele Kirschen haben sie am Baum gelassen.

Dralljig: schwerfälliger, dicker Mann

drampätschu: etwas hinzufügen; är het drangipätschot: Er hat viel hinzugefügt.

Dreegaaru: dicker Faden um die Schuhe zu nähen; Schüomacherharz: Harz um die selbstgemachten Schuhe abzudichten.

dreegge Eschill: ein faules Maultier; Sprichwort: Di dreeggu Eschja chumunt elter: Die faulen Maultiere werden älter. Dieser Ausdruck wird auch für faule Männer gebraucht.

dreeju: drehen; eine Familie, die sich aufs Drehen von Holz spezialisierte, nannte man di Dreejini.

dreschschu und treschschu: das Stroh mit dem Dreschfelgel bearbeiten

Dreyjo und Treyjo Trampelpfad; Dreyjilti: ein kleiner Trampelpfad

dri: darin: ner Tschiffru hets nix dri: Der Rückenkorb ist leer. Sprichwort: Mu gseet nummu dra und nit dri: Man sieht nur das Äussere.

drigaa: fassen; in dischi Tschiffra geyt schee dri: Dieser Rückenkorb fasst viel.

Driischtekker: ein dreistöckiges Haus; aber auch: eine sehr grosse Frau

Driiyer: Dreier (Wein); a Zweyer: 2 Deziliter Wein: a Halbe: ein halber Liter Wein. Ein Lehrer vom Jahrgang 1902, der in Terbinen Schule hielt, hat einmal gewettet, dass er einen Driiyer in einen Zweyer leeren kann ohne etwas zu verschütten. Er hat die Wette gewonnen.

drinkiiju: hineinwerfen; aber auch: betrogen werden: Är scht daa eeländ drinkiit: Er ist da furchtbar betrogen worden.

Drikka: Schachtel

Drikkette: die Flüssigkeit, die beim Formen des Käses abfliesst.

drikku. drücken; Abdrukk: Türfalle

driliimu: hintergehen; är hetmi dringliimt: Er hat mich hintergangen.

driredu: dreinreden, unterbrechen; tüomer nit züo driredu: Unterbrich mich nicht ständig!

drischreeju: Kühe, die auf eine fette Weide getrieben wurden, tjent grad asoo drischreeju.

drischtripfu: einen Strahl Milch in die kranken Augen spritzen.

Drje: är het grad asoo a Drje gitaa: Er hat schnell zugenommen, oder: Die Pflanze ist schnell aufgeblüht.

drjeju: gut gedeihen. A drjejunde Böüm: ein Baum, der gut gedeiht. In einem Haus auf dem Hohbiel steht der Satz: Fremdes Gut drjet nit.

Dross: iis Botschi het der Dross dri: Unser kleine Bub machte die Hosen voll.

druber gaa: eine Dose oder Schachtel öffnen. Redensart: Gang mer daa nit druber: Nimm mir nichts davon weg!

druberi: zusätzlich: är het mer zwey Franggu druberi gigää.

druberüss: irrsinnig; är ischt druberüss: Er ist von Sinnen.

druf cho: etwas einsehen; a Schuts bini nit druf cho, was ner Maschiinu feelt: Lange Zeit habe ich nicht herausgefunden, wo der Fehler bei der Machine steckt. Redensart: Dü chuischt de no druf: Du wirst das noch schmerzlich erfahren.

druf lüoge: aufpassen; schii lüoget de druf: Sie wird dann aufpassen!

Drufbjezi: Verstärkung am Trachtenkleid unten am Saum

druff gaa: sich verlassen können; na dum a schtarchu Wind chunts cho rägnu, daadruff chaischt gaa (das ist ein sicheres Zeichen).

druff hä: schätzen, sich richten nach; schii het nit vill druff kkäbet: Sie hat es nicht geschätzt; ich will mi druff hä: Ich will mich danach richten.

drufgaa: verenden; dits Chjeli geytschi druf: Diese Kuh verendet uns; aber auch: da chamu druf gaa, äs chunt leyd: Das ist ein sicheres Zeichen, das Wetter wird schlecht.

Drufgänger: ein fleissiger Mensch; är ischt immer an Drufgänger gsi.

drufschtiiru: das Bein belasten können

druftriibu: vergeuden, sterben; ds ganz Gäld heder (hat er) drufgitribu: alles Geld hat er vergeudet. Äs hetno fascht drufgitribu: Er ist fast gestorben.

drum cho: etwas absetzen können; ich bi mit dum Chalb nit drum cho: Ich konnte das Kalb nicht verkaufen.

drum sii: bekümmert sein; mjer ischt afa drum: Ich bin schon sehr besorgt.

drumum: ringsum; aber: da chumiwer nit drumum: Dem entgehen wir nicht.

drusaredu: verwirrt reden; drusüs: verwirrt; är ischt drusüs: Er ist verwirrt.

drusscheenu: sich aus der Sache machen; är hetschi gäbig chännu drusscheenu: Er konnte sich aus einer verzwickten Lage herausmanipulieren.

drutzundi Öügu: grosse, stechende Augen

ds Abund ässu: die Zwischenmahlzeit um 16.00 Uhr einnehmen. Na dum Hewwu hewwer mitanandre ds Abund ggässu.

ds Chjechji ner Sunna: Umschreibung für Kuhfladen

ds Duppe hä: im Ausdruck: der hets Duppe immer ds Gägunteyl z' machu: Der macht extra immer das Gegenteil.

ds Fallu: Epilepsie; är het ds Fallu.

ds Fidlo am Züü hä: mit der Weisheit am Ende sein

ds Gfiiret: die Feuerstelle beim Holzofen

ds Gunterääri: das Gegenteil; französisch: le contraire

ds Hellfiir: Ekzem

ds Hindra vircho: zu Streit kommen. Sprichwort: Der Nachbüür müoss mu brüüchu wje Salz, wennd amaal ds Hindra virchchunt, ischt mu uf der Gassu.

ds Jaarumantanna: durch das ganze Jahr hindurch

ds Läbunda ischt dri cho: In Fleisch und Käse, die von Maden befallen wurden, ischt ds Läbunda dri cho.

ds Lattji machu: sich durchsetzen; demu häni (habe ich) ds Lattji gmacht.

ds Lüüterwasser flänne: Tränen weinen

ds Meyni: die Einbildung: Redensart: das het mer ds Meyni gmacht: Das habe ich mir eingebildet.

ds Müül abtriibu: Unnötiges reden; tumms Müül hä: frech reden

ds Pfigineggisch Dräck: Umschreibung für Honig

ds Pfuchji: der weibliche Schambereich

ds Tiifolsch Gwaaltsch: grosse Kraft. Nit ums Tiifolsch Gwaaltsch: nicht mit aller Kraft

ds Unggaringa: Beim Schlachten sind die Innereien ds Unggaringa; auch magere Wiesen oder Weideland nennt man ds Unggaringa.

ds Wiis-Geeder: der Halswirbel

ds Zegra: das Geringere: är het immer numme ds Zegra bercho.

dü heyligs Verdjenu: Ausdruck der Verwunderung oder auch der Entrüstung

duggi, duggi schtäärbu: diesen Ausdruck brauchten die Kinder, um eine Aussage zu bekräftigen.

dum andru Hüüs hä: sich in andere Familien einmischen

dum: dem (Wemfallbildung): dum Hirt, dum Lammji, der Froww: der Frau

düo: darauf, damals; althochdeutsch: duo; Redensart: Bo doch düo (und darauf) häni das gmacht.

düozumaal: damals; anno dazumaal: damals, früher

durchanandre: durcheinander; dü bringscht alls durchanandre.

durchawäg: im Durchschnitt; durchawäg hewwer as güots Jaar kkäbet.

durchdreeju: irre werden, sehr zornig werden; är het durchgidreet.

durchgwigst: durchtrieben; schii ischt a Durchgwigsti: sie ist durchtrieben;

durchgwigste Kärli: ein Mann, der alles kann.

durchlaa: gerade sein lassen; dische Leerer laat ner Schüol alls durch.

durchnä: lernen; das hewwer ner Schüol durchgnu: Das haben wir in der Schule behandelt oder gelernt.

durchschmiru: verprügeln; schii heyntno durchgschmirrt: Sie haben ihn verprügelt.

durchschtjeru: gewaltsam durchsetzen, är tüot alls durchschtjeru.

durchgitribne, durchgitribni, durchgitribus: durchtrieben; är ischt a durchgitribne Kärli.

durchtriibu: durchtreiben; ds Vee durch du Wald triibu; aber auch: är tüot ds ganz Vermägu durchtriibu: Er vergeudet das ganze Vermögen.

durchtüo: bestreiten; är tüot mer alls wani säge durch: Er lässt nichts gelten, was ich sage. Tüo mi do nit durch: Widerspreche mir nicht!

durchüüs: durchaus; schii het durchüüs arächt: Sie hat durchaus recht.

Durchzug: Zugluft; schtaa nit im Durchzug: Stehe nicht in der Zugluft!

Durgschirr und Turgschirr: ein kleiner Milcheimer aus Aluminium

Durta: ein Kuchen aus Milch von einer frisch gekalberten Kuh. Mehl und Zucker wurden dazugegeben und dann gebacken.

dusslig: im Ausdruck: mjer ischt arichtig dusslig: Ich bin im Halbschlaf; mir ist schwindlig.

düüchle: äs tüot afaa düüchle: Es fängt an dunkel zu werden.

düüchu: dünken; äs düüchtmi, äs chume cho rägnu: Es dunkt mich, es wird wohl regnen.

Ddüünig: schlechte Bekleidung. Weli Ddüünig!: Nicht geschmackvoll gekleidet sein.

Düür: Dauer; uf di Düür cha das nit güot gaa: Auf die Dauer kann das nicht gut gehen; aber auch: dischi Hose düürent a Schutz: diese Hosen halten lange.

Düüscht: Dunst



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