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- Z - z' aangänder Nacht: bei Beginn der Dunkelheit z' alleroberscht: zuoberst; z' allerunnerscht: zuunterst; z' allerhinnerscht: zuhinterst; z'allerhinnerscht ner Trikku: zuhinderst in der Schachtel z' allum Ja und Amen säge: mit allem einverstanden sein z' am Beschtu hä: schii het der Läbtag nix z' am Beschtu kkäbet: Sie hatte nichts Gutes im Leben. z' Änd liitu old Tootuliitu: Mit den Totenglocken läuten. z' Barlisch: das erste Lächeln eines Säuglings z' Bättuliitu: das Angelusläuten (Englischgrüossliitu) am Morgen (früher um 5 Uhr heute um 6 Uhr), am Mittag und am Abend z' Bletschu schlaa: Wenn im Frühjahr der Schnee schmilzt, tjent d' Matte z' Bletschu schlaa; a Bletscha Schnee: eine kleine Fläche Schnee z' Chalbersch gaa: eine Kuh, die in den Wehen liegt, geyt z' Chalbersch. z' Eeru zje: auch das Minderwertige gebrauchen können; ich tüo alls z' Eeru zje. z' Flättru sjedu: etwas gänzlich verkochen lassen z, Fratt: im Ausdruck: schii het z' Fratt: Sie leidet unter wunden Stellen an der stillenden Brust. z' Freegesch: im Sprichwort: Was nit z' Freegesch wäärt ischt, ischt öü nit z' Brüüchusch wäärt: Man soll nicht fremdes Eigentum oder fremde Rechte brauchen ohne die Eigentümer zu fragen. z' Füoss: zu Fuss; ich bi der ganz Tag z' Füoss gluffu: Ich bin den ganzen Tag zu Fuss gelaufen. z' gang cho: auskommen, vertragen; mit dem bini nit z' gang cho: Mit dem kam ich nicht aus. z' gliichum: gleichzeitig; wjer sii z'gliichum cho: Wir sind gleichzeitig gekommen. z' Gnaadu gaa: d' Sunna geyt z' Gnaadu: Die Sonne geht unter. Viele sagen: d' Sunna geyt z' Naadu. z' Graagersch gaa: kaputt gehen; so gani (gehe ich) de z' Graagersch: So gehe ich dann kaputt. z' gschirru: im Ausdruck: mit djer ischt güot z' gschirru: Mit dir ist gut leben. z' Gschtreych cho: zurechtkommen: im Ausdruck: är chunt dermit nit z' Gschtreych: Er wird damit nicht fertig; ich bi nit z' Gschtreych cho: Man liess mich nicht reden oder etwas machen. z' hannu nä: was andere liegen liessen, sich aneignen; aber auch: Der Stier musste abwechslungsweise von den Geteilen gefüttert und in den eigenen Stall aufgenommen werden, diese sagten: Ich hä mjessu der Schtjer z' hannu nä. z' hinnerobschi cheeru: Unordnung schaffen; är cheerot alls z' hinnerobschi. z' Hudlu gaa: Bankrott machen, zugrunde gehen z' Hudlu und z' Fätzu sii: vor Müdigkeit total kaputt sein: Ich bi z' Hudlu und z' Fätzu. z' ira: zu ihr. Ich gaa z' ira: Ich gehe zu ihr. z' Jagd: auf die Jagd. Ich gaa hiitu z' Jagd: Ich gehe heute auf die Jagd. z' keyner Hirti cho: immer zu spät kommen; Hirti: das Füttern des Viehs z' leyd tüo: zuleide; tüomu nix z' leyd: Tu ihm nichts zuleide! z' leyd wäärchu: Böses antun; äs tüotmer (tut mir) z' leyd wäärchu. z' Liib leggu: an Gewicht zunehmen; schii het schee z' Liib gleyt: Sie hat viel zugenommen. z' linne tüo: die Wäsche einweichen; z' gschwälle tüo: ein hölzernes Gefäss ins Wasser legen, damit es dicht wird. Auch hartes Brot und harten Magerkäse tüotmu z' linne. Harten Magerkäse hat man auf gärendes Weingut gelegt, und er wurde wunderbar weich. z' mjer: zu mir; är chunt z' mjer: Er kommt zu mir. z' müotsch sii: zumute sein; ich bi hiitu nit güot z' müotsch: Mir ist heute schlecht zumute. z' niit gaa: im Ausdruck: das ischt z' niit ggangu: Die Sache ist daneben gegangen. z' noo meeju: zu nahe an der Grenze mähen = den andern übervorteilen; aber auch: Ich müossmu hälfu, ich bimu (bin ihm) z' noo verwandt: Ich muss ihm helfen, ich bin ihm zu nahe verwandt. z' oberscht: zuoberst; zoberscht ner Tschiffru: zuoberst im Rückenkorb z' trochu leggu: einem Säugling die Windeln wechseln z' uhalbu cho: in Schwierigkeiten geraten; ich bi mit immu z' uhalbu cho. z' undroscht: zuunterst; z' undroscht uf der Leytru: zuunterst auf der Leiter z' unnerobschi: durcheinander; schii cheerot alls z' unnerobschi: Sie bringt alles durcheinander. z' Unziitu: nicht gelegen; dü chuischt immer z' Unziitu: Du kommst nie zur rechten Zeit. z' üssroscht: zuäusserst; z' üssroscht uf um Dach: zuäusserst auf dem Dach z' Verliirsch gaa: verloren gehen; das ischt z' Verliirisch ggangu. z' volligsch: ganz und gar; jetz heder (hat er) z' volligsch der Cheer gitaa: Jetzt ist er ganz gesund geworden. z' voodroscht: zuvorderst; z' voodroscht im Waald: zuvorderst im Wald z' werri cheeru: sich verteidigen z' willusch sii: im Ausdruck: ich binter (bin dir) z' willusch: Ich tue, was du willst. z' wintersch schtellu: das Vieh wärend des Winters im Stall füttern z' Wjenächtu: an Weihnachten zaale: zielen; uf d'Schiibu zaale: auf die Scheibe zielen; aber auch: wer über einen vereisten Weg gehen muss, ist unsicher: är müoss zaale. zääni: zehn Uhr; elfi: elf Uhr; zwelfi: zwölf Uhr; eys: ein Uhr, niini: neun Uhr. Zaartili: schwächliche schlanke Person; schii ischt as Zaartili. Zaasser: langer Mensch, oder auch langer Baum zablu: zappeln: wjer lääno (lassen ihn) laa zablu: Er soll die Suppe selber aufessen. Zabundässu: ds Vjeri essen; ds Vjeri hetmu meyschtens foorna bi der Aarbeyt ggässu. zachcherfaaru: sich an anderen austoben; Redensart: Ischt der bim andru zachchergfaaru! Zächcho: Zecke; d' Schaaf heynt Zächche im Fäll: Die Schafe haben Zecken im Fell. zächu: zehn; zächu Chjelini old zächni sind us um Schtall cho; der zächunto: der zehnte; driizächu: dreizehn Zäder: vernachlässigter Mann; ar ischt a rächte Zäder! Zädill: Zettel; was ischt uf dum Zädill gschribus: Was ist auf dem Zettel geschrieben? zäffe und lache: verschmitzt lachen; är het gizäffet und glachet. zaffru: zittern vor Erregung; schii tüot arichtig zaffru näbund dum güotu Ässu. Zägger: Rausch; är het vellig a Zägger kkäbet: Er war ziemlich betrunken. Zahlwörter: eyne, eyni, eys: eins; Wesfall männlich: eyschschi;Wesfall weiblich: eynera; Wemfall: eynum; das Neutrum (sächlich) wird häufig für alle Geschlechter und Fälle als unbestimmtes persönliches Fürwort gebraucht: Das cha eys erteyppu: Das kann einen aufregen; zwee (Männer) häni gsee; zweeno (Frauen) häni gsee; zweyje hänis gseyt: zwei (Männern oder Frauen) habe ich es gesagt; beedi (Männer) beedo (Frauen): beide; beede (Männern und Frauen) hänis gseyt: Beiden habe ich es gesagt. Zälgilti: schmales Beet im Garten zällinu: Käse, der Fäden zieht, tüot zällinu; aber auch: geifern Zallnesch: Lohn; nimm dits Gääld als Zallnesch: Nimm dieses Geld als Lohn. Der Lohn kann auch aus Naturalien bestehen wie Käse, Speck und Kleinvieh usw. zalu: bezahlen; är cha schiini Schulde nit zerugg zalu: Er kann seine Schulden nicht zurückbezahlen. zämu: zusammen; zämubjezu: zusammennähen; zämucho: zusammenkommen zämufaaru: heiraten; schii sind zämugfaaru: Sie haben geheiratet. zämugä: die Ehe einsegnen; der Pfarrer hetschi (hat sie) zämugigää. zämuggareeschtot: d' Matte sind zämuggareeschtoti: Die Wiesen sind ausgedörrt. zämuggutschu: die Reste von Getränken zusammengiessen zämuhaftig: im Ausdruck: das müossmu (muss man) zämuhaftig machu: Das muss man gemeinsam machen. zämukeeru: zusamengehören; iischi Chatza und iische Hund kkeerunt zämu. zämukiiju: zusammenstürzen; vermischen; dits Hiischi kkiijot bald zämu: Dieses Haus fällt bald zusammen; alli Triibill zämukiiju: alle Traubensorten vermischen. zämulaa: Kühe von verschiedenen Ställen zum Stechen zusammenführen; aber auch: är hetschi (hat sich) mordsmässig zämuglaa: Er ist sehr mager geworden. zämuliitu: mit zwei Glocken läuten; tschingilu: mit den Glocken eine Melodie spielen zämumachu: zusammenrechen; wjer gää ds Heww ga zämumachu: Wir werden das Heu zusammenrechen. zämunt hä: zusammenhalten, sparen; schii hetsus (hat es) zämunt kkäbet: Sie hat gut gespart. Tjet zämunt hä: Haltet zusammen! zämuntarinnu: zusammenrinnen zämuramisjeru: zusammenstehlen; französisch: ramasser zämurüüne: Personen, die verborgen in meiner Gegenwart über mich sprechen, tjent zämurüüne. zämuschlaa: zusammenschlagen; är hetscha (hat sie) zämungschlagu: Er hat sie zusammengeschlagen. zämuschwaaru: an sich ziehen; schii tüot alls zämuschwaaru. zämutüo: zusammensetzen; dischi Üür chaischt dü nimme zämutüo: Diese Uhr kannst du nicht mehr zusammensetzen. zämuturnu und zämututschu: zusammenstossen; wjer zwey sii bald zämugiturnot: Wir beide sind bald zusammengestossen. zane: eine Flüssigkeit, die kaum rinnt, tüot zane: eppis Blüot het gizanet. zandu: ein Kind, das die ersten Zähne bekommt, tüot zandu. zanggu: streiten zant: mitsamt; dü müoscht zant der Tschiffru cho: Du musst mit dem Rückenkorb kommen; aber auch: zant: heilig; zant Jodro: der heilige Theodul Zant: Zahn; schii het hibschi Zent: Sie hat schöne Zähne. zantum: zantum Rukksakk: mitsamt dem Rucksack zanu: langsam schlimmer werden; äs zanot und zanot bis fertig ist: Er stirbt langsam. Zäpfo, Mehrzahl: Zäpfe: Arvenzapfen; Zäpfe bäcku: Die Nüsschen von den Arvenzapfen essen Zäpfurääggi: Tannenhäher Zapfuschtreych: an Fronleichnam und am Kirchweihfest wird die Terbiner Bevölkerung morgens früh mit dem Zapfuschtreych geweckt, das heisst mit Marschmusik, die in den Hauptstrassen des Dorfes ertönt. Zapii: ein adlernasenförmiges Instrument, um die Baumstämme ziehen zu können zarächtwiisu: zurechtweisen; denu müosmu (muss man) zarächtwiisu: Den muss man zurechtweisen. Zaschter: aufgestapelte Arbeit; auch: Geld ze Njechteru gää: den Kühen Heu im Stall geben bevor sie auf die Weide getrieben werden. ze reyne Schpriissu: dits Glas ischt ze reyne Schpriissu zerkiit: Dieses Glas ging in tausend Stücke. zeejer: zäher Zeekki: viele : an Zeecki Jungini; a mords Zeecki Schaaf: sehr viele Schafe; an Zeekketa: viele. zeekku: locken; mit dum a Tuggoll Broot tüotmu (tut man) d' Schaaf zeeku. Zeetreta: Mist oder Heu, das in regelmässigen Abständen auf der Strasse liegt. Redensart: Weli Zeetreta! zeetru: bei der Aussaat die Kartoffeln in die Furchen legen Zeewo: Zehe; Mehrzahl: Zeewe; tjenter (tun dir) öü di Zeewe wee? zeger, zegschtoscht: schlechter, schlechteste; iis Chjeli ischt wider zeger: unsere Kuh ist wieder schlechter dran. Aber auch: mjer ischt lengeri zeger cho: Mir ist immer mehr übel geworden. Zeller: Fabulierer; schii ischt a mords Zelleri: Sie erzählt sehr viel. Zelletta: Anekdote: z.B. A Tärbiner het schiiner Froww amaal vorghaaltu: Dü bischt ledigerwiis nidumal Fanutregjeri gsi. D' Froww het mu düo zer Antwort gigää: Der Herrgott het mi jetz zer Chriitztregjeri gmacht. zellu und verzellu: erzählen; tüomer (tu mir) as Gschichtji verzellu! Zellwolla: minderwärtige Wolle, die während des Krieges gekauft werden konnte. zer Noot: notdürftig; zer Noot chamu (kann man) ds Broot ooni Chees ässu. zer Seyli cheeru: im Ausdruck: der hetmi (hat mich) zer Seyli kkeert: Der hat mir gesagt, was ich zu tun habe. zer Sichernuss: zer Sichernuss häni (habe ich) das öü mitgnu: Zur Sicherheit habe ich das auch noch mitgenommen. zerbengju: mit Gewalt etwas zerstören; tüo der Schtäkko nit zerbengju: Mach den Stab nicht mit Gewalt kaputt. zerbooju: zerknittern; äs tüot di Ziitung zerbooju: Er zerknittert die Zeitung. zerchässju und zerchnätschu: etwas kauen; Redensart: Är tüot d' Nagla chässju: Er kaut an den Fingernägeln. zerchewwu: zerkauen; ds Trochufleysch müossmu (muss man) güot zerchewwu: Das Trockenfleisch muss man gut zerkauen. zerchnättu: zertreten; schii heynt di ganz Matta zerchnättot: Sie haben die ganze Wiese zertreten. zerchratzu: zerkratzen; är het beydi Händ zerchratzotti: Er hat beide Hände zerkratzt. zerfaaru: etwas zerstören; mit dum sägschtu Gibott sindsch leyd zerfaaru. zerfätzu: zerreissen zerfekku: platzen; äs hetmi (hat mich) fascht zerfekkt: Ich platzte fast; aber auch: d' Fläscha hets zerfekkt: Die Flasche ist zersprungen. zerföüsu: der Wind, der Schaden verursacht, tüot zerföüsu. Aber auch: d' Haar zerföüsu: die Haare zerzausen zerfunggu: zerknittern; a zerfunggotte Lumpo: ein zerknittertes Kopftuch zergaa: zergehen; der güot Schoggola müosmu (muss man) im Müül laa zergaa: Die gute Schokolade muss man im Munde zergehen lassen. zergschggädru: nach allen Seiten spritzen; ds Wasser chamu (kann man) zergschggädru: Das Wasser kann man zerspritzen. zergschggitzu: zerbersten; ich hä z'vill ggässu, ich zergschggizzu fascht. zerhiiju: einen Leistenbruch bekommen; iis Chjeli ischt zerhiits: Unsere Kuh hat einen Leistenbruch. zeringg: umher; tüo nit immer zeringg löüfu: Lauf nicht immer herum! zerjättu: zerbersten; d' Schnapsguttra hets zerjättot: Die Schnapsflasche ist geborsten. zerkiiju: auseinanderfallen; der Chrüog ischt zerkiit: Der Krug ist gebrochen. zerlächne: leck werden; di Batilla ischt zerlächnet: Das Weinfässchen ist leck geworden. zerlädru: etwas kaputt machen; dischi Hose häni (habe ich) total zerlädrot: Diese Hosen habe ich durchgetragen. zerlottru: verlottern; dischi Schiir zerlottrot: Diese Scheune verlottert. zerlöüfu: zerfliessen; der Hüüs-Chees tüot gääru zerlöüfu: Der Hauskäse (Magerkäse, der zuhause gemacht wurde) zerfliesst gerne. zermüosu: Lebensmittel zerquetschen zernitschu: zerquetschen; d' Epfja zernitschu: die Äpfel zerquetschen zerpiilu: zerbeulen; ds Gschirr ischt zerpiilots: Der Eimer weist Beulen auf. zerplädru: was zu lange gekocht wird, zerplädrot; der Choch ischt zerplädrotte: Das Eintopfgericht ist total verkocht. zerrumpfu: zerknittern; diine Tschoopo ischt zerrumpfote. zersaagu: zersägen; dits Holz müosmu (muss man) zersaagu: Dieses Holz muss man zersägen. zerschäru: zerschneiden; tüo ds Papjer zerschäru: Zerschneide das Papier! zerschinntot: im Ausdruck: är ischt eeländ zerschinntotte: Er hat starke Verletzungen, die bluten. zerschleypfu: zertrampeln; tjet nit di ganz Matta zerschleypfu: Zertrampelt nicht die ganze Wiese! zerschrekku: zerreissen; tüo di Ziitig nit zerschrekku: Zerreisse die Zeitung nicht! Aber: är hetschi (hat sich) erschrekkt: Er hat eine Zerrung erlitten. zerschtampfu: zertreten; di Burschtu zerschtampfunt alls: Die Kinder zertreten alles. zerschtoru: zertreten; ds Vee het d' Matta zerschtort: Das Vieh hat die Wiese zertreten. zerschträllu: in Unordnung bringen; är tüot ds ganz Bett zerschträllu: Er bringt sein Bettzeug durcheinander. zerschtridju: verlieren. Burschtu tjent alls zerschtridju: Kinder verlieren alles. zerugg bringu: zurückbringen; bringmers (bring mir es) de zerugg: Bring mirs dann zurück! zerugg gä: sich verteidigen; är hetmu (hat ihm) schee zerugg gigä: Er hat sich gut verteidigt. Aber auch: ich hä alls mjessu zerugg gä: Ich musste alles erbrechen. zerugg gaa: zurückgehen, abnehmen; d' Sunna geyt zerugg: Die Tage werden kürzer; schii ischt furchbar zerugg ggangu: Sie hat viel abgenommen. zerugg hä: zurückhalten; der Schlitto zerugg hä: den Schlitten bremsen; denu chamu nit zerugg hä: Den kann man nicht bremsen. zerugg höüru: zurückschreien; är hetmer (hat mir) zerugg ghöürot: Er schrie mir zurück. zerugg säge: zurücksagen, hinterbringen; schii hetmu (hat ihm) alls zerugg gseyt: Sie hat ihm alles hinterbracht. zerugg schtreelu: zurückkämmen; schii tüot d' Haar zerugg schtreelu. zerugg-gäänu: auf dem Rückweg; zerugg-gäänu hänischa (habe ich sie) niime gsee: Auf dem Rückwege habe ich sie nicht mehr gesehen. zeruggkiiju: zurückfallen; zurückwerfen; ich kiijunter (werfe dir) der Epfill zerugg: Ich werfe dir den Apfel zurück. zerzatt: Kühe, die sich beim Grasen auf einer grossen Weide verteilen, sind zerzatti. zerziit: rechtzeitig; chumm de zerziit: Komm dann rechtzeitig! zerzüüssu: die Haare durcheinander bringen; schii het ds Haar zerzüüssots. Züssetta: im Ausdruck: Weli Züssetta: Was für eine Frisur! zettju: den Zettel für den Webstuhl ausspannen zettu: das gemähte Gras ausbreiten; tüo de hibsch zettu! Sprichwort: Hibsch gizettots ischt halb gidorets: Gut ausgebreitetes Gras ist bald trocken. Zeychner: der Mann, der bei der Schützenlaube die Qualität der Schüsse anzeigt; aber auch: Uhrzeiger; Mehrzahl: Zeychnera Zeychnig: Zeichnung; schii het a hibschi Zeychnig gmacht: Sie hat eine schöne Zeichnung gemacht. zeychnu: zeichnen, kennzeichnen; wjer mjesse di Geyss zeychnu: Wir müssen die Ziegen mit dem Hauszeichen versehen. Zeychu: Zeichen; Hüüszeychu: Hauszeichen zeychu: zeigen; zeychmer (zeige mir) diini Händ: Zeige mir deine Hände! Aber auch: dem wilis de schoo zeychu: Den werde ich dann schon hernehmen. Zeysetta: lange Reihe; a lengi Zeysetta Chjelini: eine lange Reihe Kühe zeysu: Wolle oder Haare, die man mit den Fingern auflockerte, hetmu gizeysot. zfäzzu sii: kaputt sein; siider (seid ihr) hiitu öü zfäzzu: Seid ihr heute auch kaputt? zfridu: zufrieden; mu müoss im Läbe zfridu sii: Man muss im Leben zufrieden sein. zgliichum ds dritta sii: Grossvetter oder Grossbase sein zgüot hä: zugut haben; ich hä va djer no eppis zgüot: Du schuldest mir noch etwas. zhäärdisch gliiche: mjer tüot zhäärdisch gliiche: In einer Schwindel erregender Höhe wird mir schwindelig. Zibila: Zwiebel; hiir tjent di Zibile füüle: Dieses Jahr werden die Zwiebeln faul. zikku: zucken: d' Axle zicku: die Achseln zucken; nit erzikku: ruhig bleiben; aber auch: Kleider, die beim Waschen eingehen heyntschi (haben sich) gizikkt. Zigga: Kürbis; Mehrzahl: Zigge; di Zigge wurden im Terbinerberg nie als Gemüse gebraucht, man brauchte sie als Viehfutter. zigig: das ischt as zigigs Meytji: das ist ein Mädchen, das bei den Burschen gut ankommt. Zigill: Zügel; da müoscht der Zigill anzje: Da muss man den Zügel anziehen.
Ziibschüo: Schlittschuhe; ziibe: Schlittschuhe gebrauchen; auch: mit den Schuhen sich über eine Eisfläche gleiten lassen; italienish: scivolare; Ziiba: eine Eisspur auf dem Wege Ziig: Zeug: tumms Ziig: dummes Zeug, cheybo Ziig: verflixtes Zeug Ziila: Zeile; Ziiletta: Reihe; a ganzi Ziiletta Liit: eine Reihe Leute; aber auch: an Ziila bättu: ein Gesetzchen vom Rosenkranz beten Ziischtag: Dienstag (nach dem germanischen Himmelsgott Ziu). ziise: ganz wenig fliessendes Wasser tüot ziise: Redensart: Wenns nit ziiset, so tropfots. Der Schnaps beim Brennen tüot öü ziise. Ziit: Zeit; va aalte Ziitu: vor alten Zeiten ziitig: zeitig, reif; di Triibja sind jetz ziitigi z' läsu: Die Trauben müssen jetzt geerntet werden. Ziitigg: Zeitung; ich hä di Ziitigg no nit gläsu: Ich habe die Zeitung noch nicht gelesen. ziitinu: die Kuh beim Melken in die richtige Position stellen Ziitlang: Zeitlang; a Ziitlang is güot ggangu: Eine Zeitlang ist es gut gegangen. ziitlich. irdisch; das ziitlich Blagwärch: das irdische Geschehen Ziittiloosa: Herbstzeitlose; Mehrzahl: Ziitiloose ziitumantanna: irgend einmal, das chäwwer (können wir) de no machu um ziitumantanna. ziituwiis: gelegentlich; är schaffot nummu ziituwiis: Er arbeitet nur gelegentlich. Zill: Gerburtstermin; iis Tschäggi (Kuh) ischt mooru am Zill; Termin für das Bewässern der Wiesen; mooru hey wjer im Arjed (Ried) ds Zill. zimmli: ziemlich, nahezu; ich bi zimmli sicher: Ich bin nahezu sicher. zimmru: zimmern; abzimmru: abnehmen: är het abgizimmrot: Er hat abgenommen. zingginu: mit wenig Wasser wässern müssen Zinggizänggi: Kompliziertheit; dü hescht as vermalediits Zinggizänggi. Zinholzschpaalter: ein geiziger Mensch; (er halbiert noch die Zündhölzchen). Redensart: Wemu will ariiche cho de müossmu no ds Zindholzji schpaaltu. Zinnola: ein rundes Gefäss aus Zinn, in welchem die Milch den Rahm absetzen konnte. zinntenigälus : leuchtend gelb; (Zusammensetzung aus Zinn und Tenipolle: Trollblumen). Zinta: Laterne; zintu: einem mit der Laterne Licht verschaffen; tüomer zintu! Zipfill: Zipfel, Dummkopf zitterschvolls; der Chrüog ischt zitterschvolle: Der Krug ist zum Überlaufen voll. zittru: zittern. Rendensart: Dü tüoscht zittru wje nas Löübji: Du zitterst wie ein Espenlaub zje: munden; Zugluft haben; hiitu zjetmer (mundet mir) ds Ässu nit: Heute habe ich keine Lust zu essen; tüo ds Pfeyschter züo, äs zjet: Schliesse das Fenster, es hat Zugluft! Zjebill: ein normales langes Weissbrot im Gegensatz zu runden Broten. Beim Brotbaken hat man für die Buben kleine Brote mit einer speziellen Form gemacht, die nannte man auch Zjebja, die Mädchen bekamen eine gebackene Tocha (Puppe). Zjegoll: Ziegel; a Schuppo Zjegla: viele Ziegel Zjeland: Seidelbast: eine Giftpflanze, deren Blätter man brauchte, um aufgeschwollene Euter zu behandeln. zjelu: in den Reben und Gärten kleine Wasserleitungen graben Zjerart: etwas schön Geschmücktes zjeru: zieren, schmücken; vor allem die Altäre und Statuen für die Fronleichnamsprozession heyntsch (haben sie) gizjert zletscht: zuletzt; zletscht chumu immer ich dra: Zuletzt komme immer ich dran. zleyd: zuleide; tüomu nix zleyd: Tu ihm nichts zuleide! Zmittaag: Mittagessen; wjer gää ga Zmittaag ässu: Wir werden das Mittagessen einnehmen. Znachtässu: das Nachtessen; Zniini: Zwischenmahlzeit um 9 Uhr. zogglu: schnell gehen; Zoggol: ein schlecht gekleideter Mann; aber auch: an Zoggoll: ein alter Putzlumpen zokku und neetu: nur mühselig durchs Leben kommen zoobe, zoobi, zoobs: nicht lebhaft; iis Burschtji ischt zoobs: Unser Kind wird sicher krank. Zooro: Zorn; i schiinum Zooru ischter (ist er) z' allum fähig. Zorrschtroww: kurzes Stroh, das nicht gebündelt werden kann zöübru: zaubern; Zöübrer: Zauberer zöügglis: äs ischt zöügglis: Es ist gut zu verarbeiten. zöügu: sich beeilen; zöüget he jetz: Beeilt euch jetzt! Zuber: ein ovales Holzgefäss: a Zubretta Wäsch: einen Zuber voll Wäsche Zug: im Ausdruck: Är het an Zug ne Beynu: Er hat eine offene wunde Stelle an den Beinen, die nicht heilen will. Aber auch: är het a grobe Zug: Er hat einen groben Charakter. Zug: Zug; aber: är ischt ne letschte Zigu: Er liegt im Sterben. Zuggmesser: ein Messer, das mit beiden Händen gebraucht wurde vor allem, um Rebstöcke zu machen. Zugloch: eine Öffnung zum Lüften des Kellers zuhalbu cho: ich bi mit immu zuhalbu cho: Ich geriet mit ihm in Streit. zum Änd liitu: die Totenglocke läuten Zunga: Zunge; ich häs uf der Zungu: ich habe es auf der Zunge (das vergessene Wort); uf der Zungu laa zergaa: auf der Zunge zergehen lassen; ich hä mjer sälber ni Zungu gibissi: Ich habe mir selber auf die Zunge gebissen. zunnerobschi cheeru: alles durcheinander bringen züo hä: schenken; är hedra (hat ihr) vill züo kkäbet: Er hat sie reichlich beschenkt; aber auch: dischi Meytja hetmu (hat man) demm und demm züo: Man glaubt, dass dieses Mädchen der Schatz von dem und dem sei; aber auch: der Konsum het hiitu züo: Der Konsum ist heute geschlossen. züo und züo: ständig; är geyt züo und züo z' ira: Er geht ständig zu ihr. züobengju: zuschlagen; är het di Port züogibengjot: Er hat die Türe zugeschlagen. züocheeru: einkehren; wjer sii da züokkeert: Wir sind da eingekehrt. züochnellu: mit Gewalt eine Türe zuschlagen; di Port züochnellu züocho: zulaufen, besuchen; dischi Chatza ischschi (ist uns) züocho: Diese Katze ist uns zugelaufen; chumet de züo: Besucht uns! züofelligs sii: anfällig für Krankheiten sein züogä: zugeben, gestehen; är hetsus (hat es) züogigä: Er hat die Sache gestanden. züogaa: schliessen; di Port geyt va sälber züo: Die Türe schliesst von selbst. züogitaane, züogitaani, züogitaas: anhänglich; schii ischt züogitaani. züogriifu: zugreifen, essen; tjet jetz züogriifu: Esst jetzt! Züohirt: Hilfshirt; är ischt im Telli Züohirt gsi: Er war im Nanztal Hilfshirt. züolaa: brünstige Tiere decken; wjer hey dische Haso züoglaa. züoleggu: zunehmen, wachsen; är het vellig züogleyt: Er hat ziemlich zugenommen. züolose: zuhören; mu tüotmu (tut man) gääru züolose: Man hört ihm gerne zu. Züolöüf: Zulauf; der niww Dokter het a groosse Züolöüf. züolüoge: zuschauen; a Schuppo heyntmu (haben ihm) züoglüoget: Viele haben ihm zugeschaut. züomachu: verschliessen, Anteil anstreben, häufeln; mach der Palggo züo: verschliess den Fensterladen; bim Teylu hederschi (hat er sich) züogmacht: Beim Erben hat er sich um seinen Anteil bemüht; d' Härpfill züomachu: die Kartoffeln häufeln Züomüotig: Zumutung; das ischt a Züomüotig: Das ist eine Zumutung! züomüotu: zumuten; das tüonimu (tu ich ihm) nit züomüotu: Das mute ich ihm nicht zu. züonä: zunehmen; iis Schwinggi het schee züognu: Unser Schwein hat viel zugenommen. züoreysu: im Ausdruck: denu heyntsch eeländ züogareysot: Den hat man übel zugerichtet. züorichtu: verunstalten, verletzen; mu hetno leyd (stark) züogarichtot. züorjeru: zuwerfen; tüomer (tu mir) d' chleynu Schteyna züorjeru: Wirf mir die kleinen Steine zu! züosäge: zusagen; d' Aräbe sägentmer (sagen mir) nit züo: Ich habe kein Interesse an den Reben. Aber auch: ich sägunter (ich sage dir) jezz züo: Ich werde die Stelle antreten. Züoschiirli: Scheunenanbau; im Züoschiirli hewwer (haben wir) d' Fäschsche: Im Scheunenanbau bewahren wir die getrockneten Laubzweige auf. züoschinntu: an schwierigen Stellen der Wiese mähen. Schinnti: ein Sackmesser zerschrekku: zerreissen Züoschtelli: kleiner Stall für das Kleinvieh neben dem Hauptstall züoschtoossu: zustecken; immu heyntsch (haben sie) alls züogschtoossu. züotäppische, züotäppischi, züotäppischus: egoistisch; äs ischt as Züotäppischus. züoträägu: in die Scheune tragen; Ihanni züoträägu: Grünfutter in die Scheune tragen. Züotruwwe: das Zutrauen; är het ds Züotruwwe verlooru. züotruwwe: zutrauen; demu truwwi (traue ich) alls züo: Ihm traue ich alles zu. züotüo: kaufen, schliessen; wjer mjesse as Chjeli züotüo: Wir müssen eine Kuh kaufen; tüo di Gguttra züo: Schliess die Flasche! züowasme: eine Naturwasserleitung, die zusammengewachsen ist, ischt züogwasmeti züozje: von auswärts herreisen; dischi Famili ischt hje züogizogu. Züü: Zaun; Mehrzahl: Zii; züünu: einen Zaun reparieren oder neu machen Züüdler: langsamer Arbeiter züüdlu: schlecht und recht weiterwirtschaften; schii tjent nummu asoo umhazüüdlu; Züüdler: kraftloser Mann Züüdol: Kleinvieh Züüsili: das ischt as arächts Züüsili: Das ist eine ungepflegte Frau. zuwägu: im Ausdruck: schii sind nit vill zuwägu: Sie haben fast die gleiche Grösse. zvill: zuviel; immu ischt alls zvill: Ihm ist alles zuviel. zvolligsch: ganz und gar: Jetz heder (hat er) zvolligsch der Cheer gitaa: Jetzt ist er vollständig gesund geworden. Das hescht jetz zvolligsch kaputt gmacht: Das hast du jetzt total kaputt gemacht. zwäärch leggu: Einer Kuh, die zum ersten Mal gekalbert hat, das Ruhigsein beim Melken beibringen: ich müoss ds Chjeli zwäärch leggu. zwägcheeru: das Vieh morgens im Nanztal auf die Weide schicken zwägg cho: dazu kommen; ich chumu nit zwägg: Ich komme nicht dazu. zwägg: gesund; är ischt güot zwägg: er ist sehr gesund; aber: schii ischt mannerscht zwägg: Sie erwartet wieder ein Kind. zwäggaa: beginnen zu gehen; wjer gää jetzu zwägg: Wir sind schon unterwegs. zwägglaa: etwas in Bewegung setzen; laa der Böüm zwägg: Lass den Stamm rollen! zwäggschtaffjeru: etwas für die Arbeit bereit machen zwäggschtifflu: unternehmen, beginnen; är het bald eppis zwägg-gschtifflots: Er hat bald etwas in die Wege geleitet. Zwäkk: Schuhnagel; mittelhochdeutsch: zwec Zweela: Serviette, das ischt a hibschi Zweela: Das ist eine schöne Serviette. zweenig: zuwenig; dü hescht zweenig gwässerot: Du hast zuwenig gewässert. zwenggu: kneifen; schii hetmi (hat mich) gizwengt: Sie hat mich gekniffen. zwerisch cheeru: sich wehren. der hetschi (hat sich) zwerisch keert: Der hat sich zur Wehr gesetzt. zwett hä: imAusdruck: dits Chleyd het grad zwett: Dieses Kleid ist etwas zu gross. Zweyer: 2 Deziliter; Driijer: 3 Deziliter. zweyermaalu: zweimal; zweiermaalu binira (bin ich ihr) bigägnet: Zweimal bin ich ihr begegnet. Zwick: Zwitter zwiiflu: zweifeln; Zwiifoll: Zweifel; ich bi im Zwiifoll: Ich zweifle. zwiiju: ich hä der Böüm gezwiijot: Ich habe den Baum veredelt; aber auch: ich hä ds Mämmi laa zwiiju: Ich liess den Säugling impfen. Zwiisalb: Wachs, das bei der Veredlung von Bäumen gebraucht wird. zwiit: zu weit; dische Wäg ischmer zwiite: Dieser Weg ist mir zu weit. Zwinga: Klemme Zwini: Zwilling; Mehrzahl; Zwinini; zwininu: Zwillinge bekommen zwinkru: mit den Augen zwinkern Zwirbjeta oder a Zwirbji: im Ausdruck: äs hetmer (hat mir) a Zwirbjeta gigää: Ich bin beim Gehen wegen einer falschen Drehung beinahe gestürzt. Zwirggi: im Ausdruck: ich gibu der Schstrüübu no a Zwirggi: Ich ziehe die Schraube noch fester an. Zwirggi: Kneifen; är hedra (hat ihr) a Zwirggi gigää: Er kniff sie. zwischschunt: dazwischen; zwischschunt de Fringru: zwischen den Fingern zwischschuntri: zwischendurch; tüo zwischschuntri nit ässu: Esse nicht zwischen den Mahlzeiten. zwischunt brille und peegge: zwischen Lachen und Weinen zwischwärchu: Wer sich nicht entscheiden kann, tüot zwischwärchu. Zwischwärigs: Unsicheres Zwisola: Baum mit zwei Spitzen Zwjeggi und Zwjeggisch: Wasser, das anschwellt und grossen Schaden anrichtet. zwurnu: zwirnen; Zwurna: Spule |