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	<title>Wortarten - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in heida.ch</subtitle>
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		<id>https://www.heida.ch/index.php?title=Wortarten&amp;diff=7846&amp;oldid=prev</id>
		<title>Admin: Die Seite wurde neu angelegt: „Category:Grammatik  == Von den Wortarten == === Das Substantiv und der Artikel - Das Haupt- und das Geschlechtswort === Das Geschlecht der Dingwörter stim…“</title>
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		<updated>2012-06-25T05:47:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „&lt;a href=&quot;/wiki/Kategorie:Grammatik&quot; title=&quot;Kategorie:Grammatik&quot;&gt;Category:Grammatik&lt;/a&gt;  == Von den Wortarten == === Das Substantiv und der Artikel - Das Haupt- und das Geschlechtswort === Das Geschlecht der Dingwörter stim…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Category:Grammatik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Von den Wortarten ==&lt;br /&gt;
=== Das Substantiv und der Artikel - Das Haupt- und das Geschlechtswort ===&lt;br /&gt;
Das Geschlecht der Dingwörter stimmt fast immer mit dem Schriftdeutschen&lt;br /&gt;
überein. Unterschiede werden im Wörterverzeichnis angegeben. Die&lt;br /&gt;
Geschlechtswöter: der, die, das heissen im Terbiner Deutsch: der, d', ds&lt;br /&gt;
(gesprochen wie ein Z ohne ät), der Vatter, d' Müotter, ds Chind. In der&lt;br /&gt;
Mehrzahl für alle drei Formen: d': d'Vätter, d' Müotre, d' Chinder. Vor d, b,&lt;br /&gt;
g, p und z wird statt d' di gesprochen: di dritta, di zweyta, di Derfer: die&lt;br /&gt;
Dörfer; di Djeba: die Diebe; di Geyss: die Ziegen; di Pfeyschter: die Fenster.&lt;br /&gt;
Vor einem H verwandelt sich das d in ein t: t' Hänne: die Hühner; t' hinner&lt;br /&gt;
Siita: die hintere Seite; t' Hopschla: die Frösche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beginnt ein Wort mit einem R, so wird ein a vorangesteellt. Ds Arudi het&lt;br /&gt;
immer arächt: Rudolf hat immer recht. Ausnahme: wenn vor dem Wort, das mit R&lt;br /&gt;
beginnt ein Selbstlaut steht, dann wird kein A vorangestellt: ne Rjebu hets&lt;br /&gt;
flotti Räbe: In den Rieben sind schöne Reben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hinweise auf die althochdeutsche und mittelhochdeutsche Sprache stammen&lt;br /&gt;
von Dr. Elisa Wipf. Althochdeutsch wurde etwa von 700 - 1050 gesprochen und&lt;br /&gt;
mittelhochdeutsch etwa von 1050 - 1350.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Plural des Substantivs - Die Mehrzahl des Hauptworts ===&lt;br /&gt;
Die Substantive stehen im Singular (Einzahl) oder im Plural (Mehrzahl).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Plural der drei bestimmten Artikel lautet: d&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d' Vätter: die Väter, d' Müotre: die Mütter, d' Chinder: die Kinder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Plural eines Substantivs mit unbestimmten Artikel bezeichnet eine Menge:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
as Hüüs - Hiischer; as Jungi (ein Kind) - Jungini. Sprichwort: Jungini sind&lt;br /&gt;
Jungini und tjent wje Jungini.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Deklination des Substantivs - Die Beugung des Hauptwortes ===&lt;br /&gt;
==== Die vier Fälle ====&lt;br /&gt;
Werfall oder Nominativ: Der Vatter schaffot. Wels schaffot?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wesfall oder Genitiv: ds Vattersch Hüüs. Weschschi Hüüs?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wemfall oder Dativ: Ich däichu dum Vatter. Welum däich ich?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenfall oder Akkusativ: Ich gsee iischi Müotter. Wels gseeni?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzahl: Nominativ: der Tag; Genitiv: des Tagsch; Dativ: dum Tag; Akkusativ:&lt;br /&gt;
der Tag;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nominativ: d' Müotter; Genitiv: ds Müottersch; Dativ: der Müotter, Akkusativ:&lt;br /&gt;
d' Müotter&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nominativ: ds Jaar; Genitiv: des Jaarsch; Dativ: in dem Jaar; Akkusativ: ds Jaar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrzahl; Nominativ: di Taga; Genitiv: Tago Dativ: Tagu; Akkusativ: di Taga;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nominativ: d' Müottre; Dativ: de Müottru; Akkusativ: d' Müottre; der Genitiv&lt;br /&gt;
wird umschrieben: d' Chinder va ne Müottru;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nominativ: d' Jaari; Dativ: Jaaru; Akkusativ: d' Jaari&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wesfall (Genitiv) wird vorangestellt: ds Vattersch Hüüs: Der Wesfall&lt;br /&gt;
wird vielfach auch umschrieben: ds Hüüs vam Vatter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werfall (Nominativ) und der Wenfall (Akkusativ) haben die gleiche Form: Ich&lt;br /&gt;
hä der Vatter gsee: Ich habe den Vater gesehen; der Vatter het gseyt, är heyge&lt;br /&gt;
der Rukksakk la liggu: Der Vater hat gesagt, er habe den Rucksack liegen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb von neunzig Jahren hat sich die Deklination stark vereinfacht. Es&lt;br /&gt;
wird neben dem Nominativ (Werfall) und dem Akkusativ (Wenfall) fast nur noch der&lt;br /&gt;
Wemfall (Dativ) gebraucht: uf der Trächu; auf der Feuerstelle; uf der Zungu:&lt;br /&gt;
auf der Zunge; in dische Jaaru heynt d' Müottre Freyd an iro Chindru: In diesen&lt;br /&gt;
Jahren haben die Mütter Freude an ihren Kindern. I flotte Tagu is am hibschtu&lt;br /&gt;
ne Obru Schtaalu: An hübschen Tagen ist es am schönsten in Oberstalden. Der&lt;br /&gt;
alte Genitiv Plural der auf o lautet, ist fast gänzlich verschwunden; erhalten&lt;br /&gt;
blieb er im Orstnamen Djebowaldji: Wald der Diebe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich mit dem Werk von Elisa Wipf &amp;amp;quot;Die Mundart von&lt;br /&gt;
Visperterminen&amp;amp;quot; zeigt, dass fast alle Dingwörter im Werfall (Nominativ)&lt;br /&gt;
und somit auch im Wenfall (Akkusativ), sowohl in der Einzahl als auch in der&lt;br /&gt;
Mehrzahl im Zeitraum von neunzig Jahren sich kaum verändert haben: Der Wemfall&lt;br /&gt;
Mehrzahl (Dativ Plural) lautet auf u und wird noch oft gebraucht: I hibsche&lt;br /&gt;
Aabundu (an schönen Abenden); ne Bäärgu (auf den Bergen). Der Genitiv Plural&lt;br /&gt;
wird kaum mehr gebraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aabund (Abend), Aabunda (Abende); Bäärg, Bäärga (Berg); Blitzg, Blitza&lt;br /&gt;
(Blitz); Gitz, Gitza; Brjef, Brjefa; Cheer, Cheera (Wendung); Eyss, Eyssa&lt;br /&gt;
(Eiterbeule); Verey, Vereyna (Verein); Fäkko, Fäkke (Flügel). Füületsch,&lt;br /&gt;
Füületscha (Faulpelz); Göüch, Göücha (Narr); Grjenig, Grjeniga (grüne&lt;br /&gt;
Eidechse); Hirt, Hirta (Hirt); Jäärb, Jäärba (Formreif für Käse); Herbscht,&lt;br /&gt;
Herbschta (Herbst); Priis, Priisa (Preis); Reyff, Reyffa (Reifen); Rumpf, Rumpfa&lt;br /&gt;
(Falte, Runzel); Schljer, Schljera (Geschwür); Schtey, Schteyna (Stein);&lt;br /&gt;
Tischsch, Tischscha (Tisch); Tropf, Tropfa (Tropfen); Tupf, Tupfa (Punkt); Waald,&lt;br /&gt;
Waalda (Wald); Wäg, Wäga (Weg); Wegg, Wegga (Keil); Wind, Winda (Wind); Wirt,&lt;br /&gt;
Wirta (Wirt); Witlig, Witliga (Witwer); Aaro, Aarma (Arm); Turo, Turma (Turm);&lt;br /&gt;
Dooro, Doorna (Dorn); Turo, Turna (Turm); Schtääro, Schtäärna (Stern); Halo,&lt;br /&gt;
Halma (Halm), Ahoorli, Ahoorna (Ahorn); Eychooro, Eychorna (Eichhörnchen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bäich, Bäicha (Bank); Brüoder, Brjeder (Bruder), Chopf, Chepf (Kopf);&lt;br /&gt;
Choorb, Cheerb (Korb); Chlakk, Chlekk (Spalte, Riss); Faalt, Fäält(Falte);&lt;br /&gt;
Füoss, Fjess (Fuss); Hund, Hind und Hunda (Hund); Rumpf, Rimpf und Rumpfa&lt;br /&gt;
(Falte, Runzel); Su, Si (Sohn); Schtokk, Schtekk (Stock); Schtäkko, Schtäkkna&lt;br /&gt;
(Wanderstock); Züü, Zii (Zaun); Böüm, Böüma und Beym (Baum); Schtuba,&lt;br /&gt;
Schtube (Stube); Kuchchi, Kuchchine (Küche); Wonig, Wonige (Wohnung); Griffill;&lt;br /&gt;
Griffja (Griffel); Tafola, Tafole (Tafel); Schweschter, Schweschtre (Schwester);&lt;br /&gt;
Bild, Bilder (Bild); Band, Benner (Band); Chüo, Chje (Kuh); Chalb, Chalber&lt;br /&gt;
(Kalb); Schaaf, Schaaf (Schaf); Geyss, Geyss (Ziege); Gitz, Gitza (Kitz); Blatt,&lt;br /&gt;
Bletter (Blatt); Brätt und Britt, Brätter und Britter (Brett); Chrüüt,&lt;br /&gt;
Chriiter (Kraut); Chind, Chinnder (Kind); Güot, Gjeter (Gut); Glas, Gleser&lt;br /&gt;
(Glas); Doorf, Derfer (Dorf); Hüüs, Hiischer (Haus); Lochch, Lechcher (Loch);&lt;br /&gt;
Lamm, Lammer (Lamm); Rind, Rinner (Rind); Gsicht, Gsichter (Gesicht); Tachch,&lt;br /&gt;
Tächcher (Dach); Wiib, Wiiber (Frau); Woort, Werter (Wort); Gwerr, Gwerri&lt;br /&gt;
(Gewehr); Chlag, Chlage (Klage); Faarb, Faarbe (Farbe); Fraag, Fraage (Frage);&lt;br /&gt;
Maarch, Maarche (Grenzen, Grenzsteine); Natüür, Natüüre (Natur); Prozessjoo;&lt;br /&gt;
Prozessjone (Prozession); Reys, Reyse (Reise); Sind, Sinde (Sünde); Sorg,&lt;br /&gt;
Soorge (Sorge); Schpraach, Schpraache (Sprache); Schiir, Schiire (Scheune);&lt;br /&gt;
Schtund, Schtunde (Stunde); Schtraas, Schtraasse (Strasse); Techter, Techtre&lt;br /&gt;
(Tochter); Welbi, Welbine (Zimmerdecke); Fjechti, Fjechtine (feuchte Stelle);&lt;br /&gt;
Ggaredi, Ggaredine (gerader Weg); Tregi, Tregine (Last); Wildi, Wildine&lt;br /&gt;
(Wildnis); Wiiti, Wiitine (das weite Feld)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hano (Hahn), Hane (Hähne); Büob, Büobu (Bub); Heer, Heeru (Herr); Narr;&lt;br /&gt;
Narru (Narr); Afokaat, Afokaatu (Advokat); Schtudänt, Schtudäntu (Student);&lt;br /&gt;
Namo, Nämu (Namen); Gaarto, Gäärtu (Garten); Haaggo, Hääggu (Haken);&lt;br /&gt;
Tschooppo, Tscheeppu (Kittel); Fado, Fädu (Faden); Hafo, Häfu (Hafen); Ofo,&lt;br /&gt;
Efu (Ofen); Bodo, Bedu (Boden); Pääjo, Pääje (Tannzapfen); Bäsmo, Bäsme&lt;br /&gt;
(Besen); Brämo, Bräme (Bremse); Chüocho, Chüohe (Schlittenkufe); Güogo,&lt;br /&gt;
Güoge (Wurm, Käfer); Lumpo, Lumpe (Kopftuch); Meyjo, Meyje (Blume) Rächcho,&lt;br /&gt;
Rächche (Rechen); Schlitto, Schlitte (Schlitten); Schporo, Schpore (Sporn,&lt;br /&gt;
Splitter); Schnäggo, Schnägge (Schnecke); Schtäkko, Schtäkke und Schtäkkna&lt;br /&gt;
(Stecken); Schrago, Schrage (Gestell, auf welchem das Kleinvieh geschlachtet&lt;br /&gt;
wurde); Schwilo, Schwile (Schwiele, Hornhaut); Tropf, Tropfe und Tropfa&lt;br /&gt;
(Tropfen); Tilo, Tile (Euterzitze); Taaho, Taahe (Docht); Tschuggo, Tschugge&lt;br /&gt;
(Felsen); Zeewo, Zeewe (Zehe); Palggo; Palgge (Fensterladen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zunga (Zunge) flektiert wie folgt: ====&lt;br /&gt;
Singular: Nominativ: Zunga; Dativ: Zungu; Akkusativ: Zunga;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Plural: Nominativ: Zunge; Dativ: Zungu; Akkusativ: Zunge--Der von Dr. Elisa Wipf&lt;br /&gt;
angegebene Genitiv ist sowohl im Singular als auch im Plural kaum mehr&lt;br /&gt;
gebräuchlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr viele weibliche Dingwörter flektieren wir das Wort Zunga. Ich häsus&lt;br /&gt;
uf der Zungu; gimmer a Schtukk Fleysch va ner Zungu: (Gib mir ein Stück Fleisch&lt;br /&gt;
von der Zunge!); Aadra, Aadre (Ader); ne Aadru ( in den Adern); Aggsla, Aggsle&lt;br /&gt;
(Achsel); unner de Aggslu: (unter den Achseln); Alpa, Alpe (Alpe); uf der Alpu:&lt;br /&gt;
(auf der Alpe); Batilla, Batille (kleines Holzfässchen); ner Batillu (im&lt;br /&gt;
Fässchen); Ameysa, Ameyse (Ameise); Ameysuhüüfo: (Ameisenhaufen); Anga, Ange&lt;br /&gt;
(Türangel); Amsla, Amsle (Amsel); gibs de Amslu: (gib es den Amseln); Balla,&lt;br /&gt;
Balle (Ball); mit der Ballu (mit dem Ball); Bänna, Bänne (Brunnentrog); ner&lt;br /&gt;
Bännu (im Brunnentrog); Bira, Bire (Birne); Biruschnitz (getrocknete Stücke&lt;br /&gt;
von den Birnen); Bircha, Birche (Birke); ne Birchu: (im Birkenwald); Blooda,&lt;br /&gt;
Bloode (Bluse für Männer); ner Bloodu (in der Bluse); Brigga, Brigge&lt;br /&gt;
(Brücke); gang uber di Briggu (geh über die Brücke!); Britscha, Britsche&lt;br /&gt;
(Pritsche); uf der Britschu schlaafu (auf der Pritsche schlafen); Chilcha,&lt;br /&gt;
Chilche (Kirche); ner Chilchu (in der Kirche); Chatza, Chatze (Katze); gibs der&lt;br /&gt;
Chatzu (gib es der Katze); Chrjesa, Chrjese (Kirsche); uf um Chrjesuböüm,&lt;br /&gt;
auch: uf um Chrjesböüm (auf dem Kirschbaum); Gaarba, Gaarbe (Garbe); är chunt&lt;br /&gt;
mit der Gaarbu (er kommt mit der Garbe); Glogga, Glogge (Glocke); är liitot mit&lt;br /&gt;
der Gloggu, (er läutet mit der Glocke); Gruschta, Gruschte (Kruste); tüo ds&lt;br /&gt;
Broot mit der Gruschtu ässu (iss das Brot mit der Kruste!); Lungga, Lungge&lt;br /&gt;
(Lunge); är hets ner Lungu; (er ist lungenkrank); Hitta, Hitte (Hütte); ner&lt;br /&gt;
Hittu (in der Hütte); Howwa, Howwe; (Haue, Feldgerät); wjer schaffe mit der&lt;br /&gt;
Howwu, (wir arbeiten mit der Haue); Fleyga, Fleyge (Fliege); Fleygufänger&lt;br /&gt;
(Fliegenfänger); Wasserleyta; Wasserleyte (Wasserleitung); ner Wasserleytu (in&lt;br /&gt;
der Wasserleitung); Lowwina, Lowwine (Lawine); är ischt unner d' Lowwinu cho,&lt;br /&gt;
(er kam unter die Lawine); Murmunda, Murmunde (Murmeltier); Murmundufleysch&lt;br /&gt;
(Fleisch von den Murmeltieren); Roosa, Roose (Rose); Roosuschtrüüch&lt;br /&gt;
(Rosenstrauch); Matta; Matte (Wiese); uf der Mattu (auf der Wiese); Saaga, Saage&lt;br /&gt;
(Säge); uf der Saagu (in der Sägerei); Gschpila, Gschpile (Freundin,&lt;br /&gt;
Gespielin); ich gaa mit der Gschpilu zer Prozessioo, (ich gehe mit der Freundin&lt;br /&gt;
zur Prozession); Schtuba, Schtube (Stube); in iischer Schtubu (in unserer&lt;br /&gt;
Stube); Tola; Tole (Vertiefung); ner Tolu (in der Mulde); Tina, Tine (Kufe); ner&lt;br /&gt;
Tinu (in der Kufe); Trappa, Trappe (Treppe); uf der Träppu (auf der Treppe);&lt;br /&gt;
Wuchcha, Wuchche (Woche); midsch ner Wuchchu (mitten in der Woche); Wisla, Wisle&lt;br /&gt;
(Wiesel); gib das de Wislu, (gebe das den Wieseln!); Wurza, Wurze (Wurzel); tüo&lt;br /&gt;
ds Chrüüt mit de Wurzu üsschrekku: (Reiss das Kraut mitsamt den Wurzeln&lt;br /&gt;
heraus!); Witwa, Witwe (Witwe); iische Witwu geyts güot (unseren Witwen geht es&lt;br /&gt;
gut).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle obigen Dingwörter wurden von Dr. Elisa Wipf vor neunzig Jahren&lt;br /&gt;
aufgeschrieben. Sie haben sich in diesen neunzig Jahren kaum verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Viele Dingwörter können nur in der Einzahl gebraucht werden: ====&lt;br /&gt;
Änets: Anis; Poppoll: dicke Milch; Chabos: Kohl; Buu: Mist; Chalch: Kalk;&lt;br /&gt;
Häärd: Erde; Schmärr: Schmer; Röüb: Heuernte; Toscht: Kleider, die man beim&lt;br /&gt;
Zügeln mitnahm; Säärmänt: Rebzweige; Drilch: Drillich; Weytz: Weizen Wii:&lt;br /&gt;
Wein; Brüüch: Brauch; Sammat: Samt; Ärescht: Ernst; Verdruss: Kummer; Zooro:&lt;br /&gt;
Zorn; Schtulz: Stolz; Fliis: Fleiss; Schlaaf: Schlaf; Ssi: Sinn, Erinnerung;&lt;br /&gt;
Wäärt: Wert; Wats: Eifer; Chlupf: Schrecken; Tood: Tod; Aamat: Emd; Bäch:&lt;br /&gt;
Pech; Blüot: Blut; Chris: Tannnadeln; Vee; Vieh; Gaaru: Garn; Hunig: Honig;&lt;br /&gt;
Heww: Heu; Kkarakkter: Charakter; Wätter: Wetter; Ggarell: Geröll; Angscht:&lt;br /&gt;
Angst; Aarbeyt: Arbeit; Biicht: Beichte; Milch: Milch; Vernüüft: Vernunft;&lt;br /&gt;
Schand: (Lärm); Schoort: Sorte; Schpiis: Speise usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Eigennamen wird der Genitiv noch oft gebraucht: ds Peeter-Marisch Büobu:&lt;br /&gt;
die Buben vom Peter Marie; der Greetu Leo: der Leo von der Margreta; ds&lt;br /&gt;
Chaschperlisch Wiibuvolch: die Mädchen vom kleinen Kaspar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Adjektiv - Das Eigenschaftswort ===&lt;br /&gt;
Wie im Schriftdeutschen steht das Adjektiv unmittelbar vor einem Substantiv:&lt;br /&gt;
as aalts Mannji: ein alter Mann. Dieses Adjektiv steht in attributiver Stellung&lt;br /&gt;
und verändert sich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Adjektiv steht nach &amp;amp;quot;sein&amp;amp;quot;: ich (weiblich) bi afa aalti: Ich bin&lt;br /&gt;
schon alt. Der Schtall ischt volle: der Stall ist voll. Dieses Adjektiv steht in&lt;br /&gt;
prädikativer Stellung und es verändert sich auch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Schriftdeutschen verändert sich das Adjektiv in prädikativer Stellung&lt;br /&gt;
nicht: Ich bin schon alt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Terbinermundart schliesst sich hier der französischen Sprache an: Voici une&lt;br /&gt;
belle fleur: Das ist eine schöne Blume. Ces fleurs sont belles: Diese Blumen&lt;br /&gt;
sind schön.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Deklination des Adjektivs - Die Beugung des Eigenschaftswortes ===&lt;br /&gt;
Einzahl: Werfall: der wiis Schtey; d' wiiss Faarb; ds wiiss Hüüs&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wemfall: dum wiissu Schtey; der wiissu Faarb; dum wiissu Hüüs&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenfall: der wiiss Schtey, di wiiss Faarb; ds wiis Hüüs (Genitiv fehlt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem unbestimmten Artikel ändert sich das Eigenschaftswort:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzahl: Werfall und Wenfall:: a wiisse Schtey; a wiissi Faarb; as wiissus&lt;br /&gt;
Hüüs&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wemfall: ama wiissu Schtey, anera wiissu Faarb, ama wiissu Hüüs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrzal: Werfall : wiissi Schteyna; wiissi Faarbe; wiissi Hiischer; mjer&lt;br /&gt;
gfallunt dischi wiissu Faarbe; dischi wiissu Hiischer gseent güot üs: Diese&lt;br /&gt;
weissen Häuser sehen gut aus. Der Wesfall wird nicht gebraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wemfall: mit dische wiissu Schteynu (auch: mit sottige wiisse Schteynu); mit&lt;br /&gt;
dische wiissu Faarbu (auch: mit de wiisse Faarbu); ne wiissu Hiischinu (auch: ne&lt;br /&gt;
wiisse Hiischinu).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenfall: Ich brüüchu wiissi Schteyna: ich brauche weisse Steine; aber: ich&lt;br /&gt;
brüüchu dischi wiissu Schteyna: ich brauche diese weissen Steine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Redensart: va jungum üüf: von Jugend auf; va aaltum Schroot: von alter&lt;br /&gt;
Art; tummer Wiis: leider; äs ischt as tumms Säge: Es ist nicht klug, das zu&lt;br /&gt;
sagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Är hetmer as Hibs gigää: Er hat mir viel gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unflektierte Form des Eigenschaftswortes wird für alle drei&lt;br /&gt;
Geschlechter im Werfall und im Wenfall gebraucht, und zwar nach dem bestimmten&lt;br /&gt;
Artikel: der grje Maano (Neumond); der aarum Schnäggo: der arme Mann; aber: an&lt;br /&gt;
aarme Schnäggo: ein armer Mann; der frisch Schnee: der frische Schnee; der&lt;br /&gt;
chaalt Zug: der kalte Wind; der jung Hannes; d' nätt Froww; die nette Frau; ds&lt;br /&gt;
ljeb Chind: das liebe Kind&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die unflektierte Form des Eigenschaftswortes wird auch gebraucht nach: dische,&lt;br /&gt;
dischi; dits und nach miine, diine, schiine, irasch, iische, ewwe, irosch:&lt;br /&gt;
dischi chley Schiir: diese kleine Scheune; dischi chrank Froww; iischi flott&lt;br /&gt;
Meytja: unser flottes Mädchen; irosch niww Hüüs: ihr neues Haus; irasch&lt;br /&gt;
hibsch Potsch: ihre schöne Frisur; diine aalt Vatter: dein alter Vater; schiine&lt;br /&gt;
grooss Gäldsack: sein grosser Geldbeutel; dische tumm Trissill: dieser dumme&lt;br /&gt;
Kerl; iischi schwaarz Chatza&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie im Schriftdeutschen werden die Eigenschaftswörter auch als Substantive&lt;br /&gt;
(Hauptwörter) gebraucht: är ischt a Nätte: Er ist ein Netter; schii ischt a&lt;br /&gt;
Hibschi: Sie ist eine Schöne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Steigerung des Eigenschaftswortes ===&lt;br /&gt;
Positiv: chley (klein); Komparativ: chleyner (kleiner); Superlativ:&lt;br /&gt;
chleynschtoscht und chleynschto (kleinst)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tumm (dumm); tummer; tummschtoscht (auch tummscht und tummschto): schii isch ner&lt;br /&gt;
Schüol nit di Tummschta gsi: Sie war in der Schule nicht die Dümmste.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
grooss, greesser, greeschtoscht und greeschto: Är isch ds greeschtoscht Mannji:&lt;br /&gt;
Er ist der grösste Mann; aber: är isch der Greeschto: Er ist der Grösste.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
churz (kurz); chirzer, chirzschto und chirzoscht: der chirzoscht Wäg&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hibsch (schön) hibscher, hibschto und hibschtoscht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gscheyt (gescheit), gscheyder, gscheytschtoscht und gscheytschto&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
güot, besser, beschtoscht und beschto&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schlächt (schlecht), zeger, zegschtoscht und zegschto: är ischt der&lt;br /&gt;
zegschtoscht Schjeler gsi: Er war der schlechteste Schüler; aber: är ischt der&lt;br /&gt;
Zegschto gsi: Er war der Schlechteste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steigerungsformen ohne entsprechenden Postiv sind:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
minner (kleiner), althochdeutsch: minniro; Superlativ: ds Minnschta: das&lt;br /&gt;
Wenigste; der meerer Teyl: der grössere Teil; bim meeru Vee: beim grösseren&lt;br /&gt;
Vieh; weecher besser; weechschtoscht und weechschto; ds weechschtoscht Frowwi:&lt;br /&gt;
die beste Frau; schii ischt d' Weechschta: Sie ist die Beste.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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